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Restaurant / Hotel - am Bodden

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Tradition

Hotel & Restaurant Am Bodden kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Lernen Sie hier die wichtigsten Daten in unserer Historie kennen.

1890er Jahre

Putbus und Lauterbach blühten auf, nachdem der Bahnanschluss zwischen Bergen und Lauterbach fertiggestellt wurde und die Planungen für einen Hafen für Fischer, Schiffer und Dampfschifffahrt endlich begannen.  Der Fischhändler Albert Damp (1861 – 1935) zog 1890 zusammen mit Frau und Kindern von Seedorf nach Lauterbach und wohnte zunächst bei der Familie Gottschalk. Er ließ nach 1890 das Gebäude erbauen, in dem heute Restaurant und Hotel „Am Bodden“ untergebracht sind. Damals trug es an der Traufseite noch den Schriftzug „Fischräucherei Damp“ und diente als Wohn- und Geschäftshaus. Neben dem „großen Geschäft“ mit festländischen Kunden handelte Albert Damp auch mit „Bruchaal“, beschädigtem Schickaal, der verbilligt an die Einheimischen abgegeben wurde. Damps Name fällt auch im Zusammenhang mit einer Spendenaktion für den Bau des Lauterbacher Hafens. Mit 50 Mark beteiligte er sich daran und ermöglichte mit seinen bescheidenen Mitteln schließlich das von der Regierung geförderte Bauprojekt, das man 1900 begann. Die Dampsche Räucherei war nicht die einzige in dem Fischerort. Außerdem existierten in Lauterbach die Räucherei auf dem Grundstück der heutigen Bäckerei Puchert, der Betrieb Fr. Werner & Co. Hinter dem Bahndamm und das Geschäft von E. Wiechmann. Zudem produzierte man seit einigen Jahren auf dem benachbarten Grundstück Fischkonserven; die Firma Appel scheint nach 1916 die bekannteste Betreiberin der damaligen Zeit gewesen zu sein.

1910

Nach dem Albert Damp ganz in der Nähe seines ersten Wohnhauses ein neues Gebäude errichtete, verkaufte er seine Immobilie an den Fischhändler Kankel.

1912/13

In Griebens Reiseführer warb Adalbert Guckel für seine gleichnahmige Villa. Besonders empfehlenswert schienen ihm Pensionat, Kaffeegarten und der bürgerliche Mittagstisch, der laut Annonce sehr beliebt war. Komischerweise pries er dabei auch den Verkauf alkohlfreier Getränke an. Mit Fisch und Räucherei hatte der gelernte Pastetenbäcker nichts imHut. 1919 kaufte Guckel das direkt im Hafen gelegene Victoria Hotel vom fürstlichen Fideikommiss.

1919

Margarete und Fritz Beu übernahmen das Haus, nachdem sie die Pachtung auf dem Vilm an Otto Thamm übergeben hatten. Dieser setzte die Vermietung in dem Logier- und Gasthaus auf Vilm fort. Beu richtete im unteren Geschoss seines neuen Domizils 1920 die Darlehnskasse (später Lauterbacher Bank) ein und bewirtschaftete im verbleibenden Raum ein Café. Das wird einen so guten Umsatz eingebracht haben, das die vor dem Haus gebaute Veranda und der Vorgarten nicht mehr ausreichten. Links neben dem Gebäude existierte in dieser Zeit eine größere Gartenlaube, eine Konstruktion aus Holz und Glas. Hierin soll für kurze Zeit ein Friseur namens Karl Wienke gearbeitet haben, bis das Häuschen in den 1930er Jahren abgerissen wurde. Vielleicht im Zusammenhang mit dem kunstvoll gezimmerten Eingang zur Gastwirtschaft auf dem Mitte der 1930er Jahre während Baumfällarbeiten ein Baum stürzte und größere Teile der Pforte zerstörte.  Die neuen Besitzer warben in vielen Broschüren, die vonder Putbusser Kurverwaltung herausgegeben wurden. Sie zählten viele Vorteile für die Gäste auf, die in dem vornehmen Hause einkehrten; gut eingerichtete Zimmer mit Pension und soliden Preisen, anerkannt gute reichliche Verpflegung sowie eine neuzeitliche und mit allen Bequemlichkeiten ausgestattete Ausgestaltung der Räume. Von einer Steinsammlung war immer die Rede. Fischkonserven und Räuchereien gehörten selbstverständlich zu den besten Mitteln der Werbetrommeln. Mit 4,50 bis 5,50 Mark für die Pensionsunterkunft lagen die Beus im oberen Bereich der damals üblichen Preise. Die 497 Kurgäste, die man 1925 in Putbus und Lauterbach zählte, werden sich von dem einen oder anderen Angebot überzeugt haben. Zu den gefragten Einrichtungen in Lauterbach dieser Tage, die Pension und Zimmer offerierten, zählten auch das Friedrich-Wilhelm-Badhotel und das Victoria-Hotel mit vergleichbaren Preisen.

1932/33

Der Fischer und Fischhänderl Carl Schütt kaufte das Anwesen der Familie Beu und verkauft den selbstgefangen Fisch. Dazu nutze er seine von den drei in Lauterbach damals vorhandenen Quatzen, auffallend breit gebaute Segler von etwa 15 bis 17 Metern Länge. Räucherei und andere Fischverarbeitung betrieb Schütt aber nicht. Er gehörte der „Roten Commune“an, einer Vereinigung von Fischern, die in ihre Gemeinschaft anteilig Finanzen, Material und Arbeit steckten.

1945

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges fiel Carl Schütt in Berlin. Seine Frau Gertrud betrieb die Gaststätte als einen gemütlichen Imbiss mit Stammtisch für die Lauterbacher Segler und Fischer. Später bewirtschaftete sie das Haus in Partnerschaft mit Fritz Bork.

1948/49

Besonders beliebt bei den Putbussern soll eines der Standardessen gewesen sein, das sie auf Lebensmittelkarte sehr preiswert bekamen; Bratkartoffeln und frische Flunder und ein guter Tropfen Apfelwein aus der Putbusser Mosterei – auf Abschnitt, versteht sich. Neben dem „Schwarzen Adler“ in der Alleestraße als die Schüttsche Gaststätte als bevorzugter Platz für die Schüler des damaligen Lehrbildungsinstituts im „“Pädschen“ am Putbusser Circus.

Nach 1950

Neben der Gaststätte von G. Schütt wird das Fischwerk Lauterbach erweitert. Eine große graue Wand entstellt seitdem das benachbarte Grundstück. Davon ließen sich die Segler des Ortes nicht beeindrucken. Sie erkoren die Gaststätte in den 50er Jahren zu ihrer Stammkneipe.

1974

Die Handelsorganisation Gaststätten/HOG kauft Grund, Boden und Gebäude von Frau Schütt, die zu der Zeit bereits in der Marienstrasse wohnte. Jürgen Firmont arbeitete seidem als Gaststättenleiter und verwaltete Gaststätte und einige Fremdenzimmer.

1988

Im Herbst brannte die Gaststätte „Am Bodden“ infolge eines Schwelbrandes aus und blieb gut zehn Jahre ungenutzt als Ruine stehen.

1997

Der Bauunternehmer H. Loers kauft die Liegenschaft von der Treuhand und baut das Anwesen nach alten Zeichnungen und Postkarten zu einem auf Rügen beliebten Restaurant mit Hotelbetrieb aus.

Frühjahr 2007

kauft der Küchenchef Frank Küster mit seiner Familie das Restaurant und Hotel „Am Bodden“ von H. Loers und betreibt es seitdem sehr erfolgreich.